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BCKategorie 09.11.2015 13:34:02 Uhr

Unsere Störche

 

Die Stadt Bad Salzungen hat eine lange Tradition als Storchenbrutort. Belegte Horststandorte gab es in früheren Zeiten auf mehreren Gebäuden in der Stadt. Um 1990 ließ die Kurverwaltung eine Horstunterlage auf dem Bohrturm der Gradieranlagen errichten. 1999 gab es eine erfolgreiche Brut mit zwei flüggen Jungstörchen. Eines dieser Storchenjungen siedelte sich im Nordharzvorland bei Halberstadt an und brütet dort regelmäßig (145 km nördlich von Bad Salzungen).
Im Frühjahr 2011 wurde im Auftrag der Stadtverwaltung Bad Salzungen eine moderne Stahlkonstruktion als neue Nestunterlage auf dem Turm errichtet und mit einer Storchenkamera ausgerüstet. Die neue Nestunterlage wurde inzwischen zu einem stattlichen Nest ausgebaut. 

 

Die Brutergebnisse der letzten Jahre:


2011
Von dem hiesigen Brutpaar war das Storchenweibchen beringt (Vogelwarte Hiddensee H9456 – beringt als Nestling 2009 in Ernstroda/Kr. Gotha). Das Männchen war ohne Kennring. Die Brut war erfolgreich. Zwei Jungstörche wurden flügge.

2012
Die Störchin war wieder H9456, das Männchen hatte keinen Ring. Bei Horstkämpfen mit Fremdstörchen wurde das Gelege zerstört. Aus einem Nachgelege schlüpfte ein Jungstorch, der jedoch nach drei Wochen vor dem Flüggewerden verendete.

2013
Vermutlich das vorjährige Brutpaar (Weibchen H9456) besetzte nach dem Winteraufenthalt in Spanien erneut im Frühjahr das Nest auf dem Gradierturm. Trotz Schnee und Frost wurde das Dreiergelege erfolgreich ausgebrütet. Zwei Junge verendeten jedoch infolge nasskalter Witterung. Als das Weibchen aus ungeklärter Ursache nicht wieder zum Nest zurückkehrte, blieb das letzte Junge oft ungeschützt und wurde mehrfach von Fremdstörchen stark attackiert. Der verletzte Jungstorch musste deshalb aus dem Horst entfernt werden. Er wurde in der Vogelschutzwarte Seebach gepflegt und später ausgewildert.

2014
Beide Brutpartner waren unberingt. Nur ein Jungstorch schlüpfte. Nach zwei Wochen verendete der kleine Jungvogel.

2015
Von dem neuen Storchenpaar ist das Männchen beringt (Hiddensee HE929). Es erhielt den Ring als Nestling 2012 in Breitungen (Entfernung Luftlinie ca. 10 km). Vier Eier wurden gelegt. Am 9. Mai ist nach 33tägiger Brutdauer das erste Storchenküken aus dem Ei geschlüpft, das zweite folgte am 10. Mai. Beide Jungstörche wurden flügge.

2016
Ankunft des beringten Storches (HE 929) am 1. März, die unberingte Störchin trifft am 14. März ein. Trotz heftiger Kämpfe um den Horst behauptet sich das Brutpaar. Legebeginn ist am 14. April. Das Gelege umfasst 4 Eier. Nur 1 Küken schlüpft. Es wächst heran und wird flügge.

2017
Ankunft beider Störche am 27. und 28. Februar. Der Storch ist wieder der vorjährige mit dem Ring HE 929, die Störchin ist wieder unberingt. Legebeginn war am 22. März. Das Vollgelege ist mit 6 Eiern sehr groß.

2018
Im milden Januar waren etliche Weißstörche aus ihren Winterquartier schon verfrüht zurückgekehrt. In Nest in Bad Salzungen waren kurzzeitig immer nur Einzelstörche. Erst Anfang März war wieder ein Paar ansässig. Der Storchenmann hat den bekannten Kennring HE929 am linken Lauf. Er wurde vom Beringer Klaus Schmidt 2012 als Nestling 2012 in Breitungen mit dem Ring der Vogelwarte Hiddensee gekennzeichnet. Dieser Ring bestätigt, dass es der Storch ist, der bereits drei Brutperioden hier in Bad Salzungen lebte. Die Partnerin ist wie in der letzten Jahren wieder ohne Beringung.
Bevor der Storch sich in Bad Salzungen niederließ, machte er einen 12-tägigen Besuch der noch einsamen Störchin in Wasungen. Er paarte sich mir ihr mehrfach, bis der eigentliche angestammte Wasunger Storchenmann eintraf und seine Nebenbuhler vertrieb.
Nachdem die Nestmulde Ende März von beiden Partnern ausgepolstert wurde, folgte am 29. März das erste Ei.. Meist wird alle 2 Tage ein weiteres Ei dazugelegt, bis das Gelege vollständig ist. Am 2. April waren in einer kurzen Brutpause drei Eier zu sehen.
Das weitere Brutgeschehen muss abgewartet werden.


Vielen Dank an Herrn Klaus Schmidt für die Zuarbeit.

 

Die Storchenkamera finden Sie hier.

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