Ortsteil Frauensee

Am 6. Juli 2018 wurde Frauensee in die Stadt Bad Salzungen eingegliedert. Zum Ortsteil Frauensee gehören neben Frauensee das Dorf Springen sowie die Kleinsiedlungen Knottenhof, Möllersgrund und Schergeshof. Frauensee liegt eingebettet in grüne Wälder und Wiesen, in einem Seitental der Werra zwischen Thüringer Wald und Rhön.

Besonderheit: Ein Schloss auf der Klosterinsel am See, die heute keine Insel mehr ist. Der untere Fischteich wurde im Sommer 1794 trocken gelegt.

 

Geschichte von Frauensee

Es sind Nonnen des Zisterzienserordens, die sich auf der flachen Insel als „Conventus St. Mariae in Lacu“ im 12. Jh. niederlassen. Der Frauensee leitet seinen Namen von der Klostergründung zur heiligen Jungfrau ab. Das Kloster bildet den Mittelpunkt für zahlreiche Ansiedlungen in der Umgebung.

Aufständige Bauern vertreiben die Nonnen im Bauernkrieg. Das Kloster wird 1530 aufgelöst. Gerichtsbarkeit, Jagdgerechtigkeit und Straßengeleit gehen an Sachsen und der Grundbesitz an den hessischen Landgrafen. 1627 brennen alle Klostergebäude mit der ersten Kirche ab. Der Landgraf Wilhelm von Hessen-Kassel lässt 1634 ein Amtshaus auf der Klosterinsel erbauen.

1936 wird das Rittergut aufgelöst. Die Gemeinde erhält das Schloss, den See und 40 Hektar Wald. Vertriebene und Kriegsflüchtlinge ziehen 1945 in das heruntergekommene Schloss. Später ist hier Bürgermeisteramt, Gemeindebücherei, Arztpraxis mit Schwesternstation. Die Wirtschaftsgebäude des Guts werden von der 1958 gegründeten LPG genutzt. Im Marstall des ehemaligen Guts gehen die Kinder bis 1993 zur Schule. Danach wird der Klinkerbau zum „Haus der Vereine“. Schulkinder fahren nach Kieselbach oder Tiefenort. Nur die Kindergartenkinder bleiben im Ort.

Mit dem Fall der innerdeutschen Grenze gibt es Kontakte zum hessischen Nachbarn. Schloss, Vereinshaus und Schule werden saniert und modernisiert. Neubauten werden errichtet und private Häuser renoviert. Straßen und Plätze erhalten ein neues Gesicht.

Erholungsort Frauensee

Zum Ende des 19. Jh. beginnt die Entwicklung zum Luftkurort und Ort der „Sommerfrische“. Die Industrialisierung weckt den Wunsch nach Entspannung und Ungezwungenheit in freier Natur. Am Frauensee wird ein Badehaus errichtet, Wanderwege angelegt und Häuser im beliebten Schweizer Stil gebaut.

1965 wird Frauensee zum „Naherholungszentrum“ ernannt. Am See gibt es einen Festplatz mit Bühne und eine Badestelle. Das jährliche Seefest wird zur Tradition. 1993 entsteht das Mehrzweckgebäude am See.

 

Frauensee heute

Frauensee liegt umgeben von bewaldeten Höhen, fernab von Straßenlärm und Hektik. Die Landschaft bietet Wasser, Wiesen und Senken (Dolinen). Das Naturschutzgebiet Dolinenhänge befindet sich nordwestlich der Ortslage und hat eine Gesamtfläche von 75,25 Hektar. Der Hautsee bei Dönges mit seiner schwimmenden Insel und der Albertsee sind Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere.

Das Herz des Ortsteils schlägt in den Vereinen. Sie organisieren Feste und Höhepunkte: Karneval, Kirmes, Tag des offenen Denkmals, sportliche Wettkämpfe und den Weihnachtsmarkt.

In Frauensee gibt es unter anderem:

  • Sportverein
  • Feuerwehrverein
  • Karnevalverein
  • Natur- und Heimatverein
  • Angelverein
  • Kleintierzüchter
  • in Springen: Country-Jugend-Freizeitverein
  • Förderverein Kindergarten
  • Kirmesverein
  • Interessengemeinschaft der ehem.Kalikumpel
  • Seniorentreff

Ziele für Frauensee:
  • Verbesserung der Wasserqualität des Sees - weitere Informationen rund um die Wasserqualität im Frauensee finden Sie unten.
  • Aufwertung des Uferbereichs
  • Schnelles und stabiles Internet

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