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Großprojekt gewürdigt

Staatsekretär Volkmar Vogel und Bundestagsmitglied Christian Hirte haben das Gradierwerk besichtigt, bevor es ab Ende 2020 umfangreich saniert wird. Einen Teil der Kosten trägt das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“.

Kurz vor der grundhaften Sanierung des Gradierwerks in Bad Salzungen haben Volkmar Vogel, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie Christian Hirte, Mitglied des Deutschen Bundestages, am 03. November 2020 das historische Ensemble noch einmal besichtigt. Dabei haben sie sich mit Bürgermeister Klaus Bohl, dem Vorstandsmitglied des Kur- und Touristikunternehmens der Stadt Bad Salzungen (KTU) Daniel Steffan, sowie dem Architekten Burkhard Hoßfeld über das Großprojekt und die Kur ausgetauscht.

Vogel ist Juryvorsitzender des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“. Die Jury hatte im Monat Juni entschieden, dass ein Teil des Großprojektes, die Erneuerung der Westwand, mit einer Million Euro gefördert wird. Nach Angaben von Vogel werden durch das Bundesprogramm vorrangig Projekte gefördert, die eine nationale Bedeutung haben, innovativ sowie seitens Bauart und Technik beispielhaft sind und nicht zuletzt eine hohe Wertschöpfung für die Region bringen.

„Wir haben hier etwas ganz Besonderes, das von internationalem Rang ist“, bekräftigte der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte.

Weil die Sanierung in Teilprojekte untergliedert wurde, will Hirte den Antrag der Stadt Bad Salzungen unterstützen, dass die Wiederherstellung des Gradiergartens auch in das Bundesprogramm aufgenommen wird.

Finanzielle Notlage der Kommunen mit Bäderbetrieben

Daniel Steffan sprach die finanzielle Situation der Solewelt und der Kur- und Heilbäder im Allgemeinen an. Die beiden Corona-Lockdowns in diesem Jahr stellen nach seinen Worten die Kur- und Heilbäder mit dem Rücken an die Wand. Er erläuterte, dass die Solewelt aufgrund der Rechtsform keine Coronahilfsmittel vom Bund erhält. Die Hauptlast der finanziellen Unterstützung tragen trotz der Hilfe des Landes die Kommunen. Dies sei seitens des Bundes zu überdenken. „Wir brauchen eine gewisse Sicherheit. Wenn die nicht kommt, werden wir 2021 Insolvenzen haben“, so Steffan. Nicht zu vernachlässigen sei dabei, dass die Wertschöpfung durch das Gradierwerk und die Solewelt für unsere Region enorm ist.

Forderung nach einer Autobahn-Anbindung

„Auch die Verkehrsanbindung spielt eine große Rolle für die Kurbäder“, ergänzte Bohl. Laut einer Potentialstudie bedeutet die fehlende Anbindung von der B19 an die A4 große Einbußen in den Besucherzahlen. Die langen und teils umständlichen Wegführungen nach Bad Salzungen sind eine Hürde für Gäste und Urlauber. Nicht zuletzt erschwert der lange Weg die Gewinnung von Fachkräften für unsere Region.

Staatssekretär Volkmar Vogel und auch Christian Hirte nahmen die Themen mit auf ihre Agenda und bestätigten, wie wichtig leistungsfähige Verkehrswege für die Kommunen sind. „In Zukunft wird es wichtig sein, auch kleine Städte zu unterstützen, damit sie lebenswert bleiben und jeder sich in seiner Heimat wohlfühlen kann“, schloss Vogel seinen Besuch in Bad Salzungen.

19.11.2020

© Andrea Dominik E-Mail

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