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Zur Lesermeinung „Gefahr für die grüne Lunge“

vom 10. 11. 2020 – Ausgabe Südthüringer Zeitung/Freies Wort

Gemeinsam gegen den Klimawandel

Eine vielfältige Park- und Landschaftsgestaltung wirkt sich sehr positiv sowohl auf die Ökologie als auch auf die Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten aus. Offene Wiesenflächen schaffen eine höhere Vielfalt an Lebens-räumen für Pflanzen und Tiere. Die Artenvielfalt, die sogenannte Biodiversität, wird dadurch deutlich verbessert. Neben den vorhandenen Waldbereichen können sich auf den sonnigen Flächen dann auch wärmeliebende Insekten, wie z.B. Bienen und Schmetterlinge, ansiedeln. Das ist wissenschaftlich seit langem erwiesen.

Mit der Neugestaltung des Rathenauparks wird die Ökologie des Parks deutlich verbessert, insbesondere die Artenvielfalt erhöht. In den Randbereichen der Wiesenflächen werden Baum- und Strauchsorten neu gepflanzt. Die biologische Vielfalt wird dadurch vergrößert und die ökologische Stabilität erhöht. Im Rathenaupark werden dabei Arten und Sorten verwendet, die aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse gut auf den Klimawandel eingestellt sind. Diese Baum- und Strauchsorten überstehen deutlich besser längere Trockenperioden als ein Großteil der vorhandenen Bäume und Sträucher. Eine richtige und vor allem eine sehr vorausschauende Maßnahme gegen den Klimawandel.

Der Rathenaupark als Teil der grünen Lunge unserer Stadt wird dadurch dem Klimawandel deutlich besser „gewachsen“ sein, im wahrsten Sinn des Wortes.

Hinzu kommt, das offene Bereiche in Park- und Waldflächen einem verstärkten Luftaustausch dienen. Durch die unterschiedliche Erwärmung von Wiesen und Waldflächen verbessert sich die Zirkulation. Dadurch wir z.B. auch die Feinstaub-belastung in der Umgebung verringert. Durch die Neugestaltung des Rathenauparks verbessert sich damit auch die Luftqualität im Umfeld. Durch eine bessere Luftzirkulation können insbesondere die erhöhten Feinstaubwerte am Burgsee während der Heizperiode gemindert werden. Gerade dieser Umstand ist besonders wertvoll für Gäste, Patienten und Bewohner mit Atemwegserkrankungen.

Mit seinen über 500 Bäumen wird der Rathenaupark nach der Neugestaltung dem Klimawandel deutlich besser gerecht als jetzt. Nicht zuletzt profitieren auch wir Menschen, sowohl Bewohner als auch Besucher, von den neu geschaffenen Flächen.

Besonders in der dunklen Jahreszeit gibt es viele Tage an denen wir das warme Sonnenlicht sehr schätzen und den Aufenthalt im Freien genießen. Offene, sonnige Wiesenflächen verlängern in der kalten Jahreszeit den Aufenthalt an der frischen Luft. Gerade in der aktuellen Situation der Pandemie ist das für sehr viele Menschen von großem Nutzen.

Wir wünschen uns sehr, dass wie viele Bürger auch Herr Frey offen ist für die klimagerechte Neugestaltung des Rathenauparks, der grünen Lunge unserer Stadt. Ebenfalls wünschen wir uns sehr, dass wir gemeinsam mit vielen Bürgern, auch Herrn Frey, gegen den Klimawandel kämpfen, wie z.B. mit einer Baumpatenschaft.

Als Baumpate spende ich persönlich seit vielen Jahren 50 Euro pro Jahr für die Pflege und den Erhalt eines stattlichen Baums am Burgsee. Für den Klimaschutz wäre es sehr wertvoll, wenn noch viele Bürger, auch Herr Frey, Baumpate werden.

Noch ein Tipp:

Weihnachten steht vor der Tür. Baumpatenschaften werden auch gerne verschenkt. Eine Baumpatenschaft ist ein Geschenk von hohem ökologischen Wert, bestimmt auch für die „Fridays for Future“-Generation. Eine Baumpatenschaft ist aber auch ein Geschenk für die Zukunft unserer Stadt als „Grüne Stadt mit starker Sole“.

Bohl
Bürgermeister

17.11.2020

© Andrea Dominik E-Mail

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