Spatenstich für die neue Badehalle der SOLEWELT

Meldung aus Bad Salzungen
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Bad Salzungen investiert in Gesundheit und Zukunft


Mit dem ersten Spatenstich beginnt ein neues Kapitel für die SOLEWELT. Rund 16 Millionen Euro werden in die Weiterentwicklung des Kur- und Gesundheitsstandortes Bad Salzungen investiert. Ende 2028 soll die neue Anlage in Betrieb gehen.


Bad Salzungen hat den Startschuss für eines der größten städtischen Bauvorhaben der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre gegeben: Mit dem offiziellen ersten Spatenstich am 07. Oktober 2026 beginnen die Arbeiten für die neue Badehalle der SOLEWELT. Nach einer mehrjährigen Planungs- und Entwicklungsphase wird das Projekt nun sichtbar.


Im Mittelpunkt steht die Stärkung des Gesundheits- und Kurstandortes. Die neue Badehalle schafft moderne Voraussetzungen für Kur, Therapie, Prävention und Bewegung. Herzstück des Anbaus wird ein neues Kursbecken mit einer Wasserfläche von 123 m². Ergänzt wird das Angebot durch einen Bewegungsraum, einen eigenen Sanitärbereich sowie eine eigenständige Schwimmbadtechnik im neuen Untergeschoss.


Die Gesamtmaßnahme wurde bewusst auf einen finanziell tragbaren Rahmen begrenzt. Insgesamt sind rund 16 Millionen Euro vorgesehen. Damit setzt die Stadt auf eine Investition mit Augenmaß, die den Standort langfristig sichern und gleichzeitig die finanziellen Möglichkeiten der Kommune berücksichtigen soll.


Für den Bau des neuen Kur- und Therapiebereichs sind rund 11,6 Millionen Euro eingeplant. Davon werden etwa 8,7 Millionen Euro über die Thüringer Aufbaubank gefördert. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der energetischen Zukunftsfähigkeit der SOLEWELT. Rund 4,3 Millionen Euro fließen in die energetische Optimierung. Davon werden etwa 2,7 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln gefördert.


Geplant ist unter anderem ein neues Wärmekonzept mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe. Dabei soll die natürliche Sole, die Bad Salzungen seit Jahrhunderten prägt, künftig auch zur effizienteren Energieversorgung beitragen. Zusätzlich entsteht eine große Photovoltaikanlage als Überdachung des bestehenden Parkplatzes. Damit können erneuerbarer Strom erzeugt und gleichzeitig überdachte Stellplätze geschaffen werden.


Dem jetzigen Baubeginn ging ein mehrjähriger Planungsprozess voraus. Seit 2015 wurde die Weiterentwicklung der SOLEWELT kontinuierlich untersucht. Im Rahmen des Projektes „Attraktivierung Solewelt Teil II“ wurden unterschiedliche Varianten geprüft - 2022 fiel die entscheidende Weichenstellung: Der Schwerpunkt wurde auf ein Kur- und Therapiezentrum gelegt und die Gesamtmaßnahme auf rund 16 Millionen Euro begrenzt.


Nun beginnt die Umsetzung. Zunächst wird der große Hauptsammler in Richtung Kläranlage Bad Salzungen verlegt, um das Baufeld freizumachen. Anschließend folgen Erdbau, Spezialtiefbau mit Wasserhaltung und die Baustelleneinrichtung. Diese Arbeiten sind bereits vergeben. Im nächsten Schritt soll der Rohbau ausgeschrieben werden.


Der Zeitplan ist ambitioniert: Nach den Tiefbauarbeiten sollen unmittelbar die Rohbauarbeiten folgen. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für Ende 2028 vorgesehen.


Während der Bauzeit wird es unvermeidbare Einschränkungen geben. Dazu gehören Baustellenverkehr und Lärm. Stadt und SOLEWELT bitten Gäste, Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Beschäftigten des Bades bereits jetzt um Verständnis.


Mit der Investition knüpft Bad Salzungen an die lange Geschichte des Standortes an. Bereits ab 1999 entstand hier das damalige Keltenbad, in das rund 12,5 Millionen Euro investiert wurden. Nach Sanierungen, Weiterentwicklungen und einem Neustart im Jahr 2014 entwickelte sich daraus die heutige SOLEWELT mit ihrem Schwerpunkt auf Kur, Prävention und Gesundheit.


Die neue Badehalle soll diesen Weg konsequent fortsetzen. Die Stadt setzt dabei bewusst auf ihre traditionellen Stärken: Sole, Gesundheit, Kur, Bewegung und Prävention.


„Die SOLEWELT ist weit mehr als ein Bad. Sie gehört zur DNA unserer Stadt“, betonte Bürgermeister Klaus Bohl beim ersten Spatenstich. „Wir investieren hier in moderne Angebote für Kur, Therapie und Prävention, stärken unseren Gesundheitsstandort und verbinden unsere Tradition mit moderner Technik.“
 

Mit dem ersten Spatenstich endet damit eine lange Phase der Planung – und eine neue Phase beginnt. Aus Plänen und Konzepten wird nun eine Baustelle. Wenn alles nach Plan läuft, soll Ende 2028 an gleicher Stelle nicht mehr mit Spaten und Bauhelm, sondern mit Handtuch und Badebekleidung der nächste Schritt für die Zukunft der SOLEWELT gefeiert werden.

 

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