Hardy Raub gewinnt Salzunger Kunstpreis
Meldung aus Bad SalzungenFünf Künstler, fünf Skulpturen und eine Woche voller Ideen: Das 11. Internationale Bildhauersymposium hat Bad Salzungen erneut zum Treffpunkt für zeitgenössische Kunst gemacht. Bei der gut besuchten Finissage am vergangenen Samstag wurden die entstandenen Werke präsentiert und die diesjährigen Preise verliehen.
Unter dem Motto „Aufbruch ins Licht“ arbeiteten vom 23. bis 29. August Katharina Lüdicke aus Berlin, Silvio Ukat aus Glauchau, Hardy Raub aus Eisenach, Thomas Lüscher aus der Schweiz und Maurizio Perron aus Italien in Bad Salzungen.
In nur einer Woche entstanden fünf ganz unterschiedliche Skulpturen, die sowohl handwerklich als auch inhaltlich überzeugten. Zahlreiche Schul- und Kindergartengruppen, Einheimische und Gäste nutzten während der Symposiumswoche die Gelegenheit, den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, Fragen zu stellen und mehr über die Entstehung der Werke zu erfahren.
Zwei Preise, fünf starke Arbeiten
Bei der Finissage am 29. August wurde schließlich der Salzunger Kunstpreis 2026 verliehen. Die Auszeichnung ging an Hardy Raub, der Publikumspreis an Thomas Lüscher.
Für die Jury um Bürgermeister Klaus Bohl war die Entscheidung keine leichte Aufgabe. Aus fünf sehr unterschiedlichen Arbeiten galt es, jene auszuwählen, die das Motto „Aufbruch ins Licht“ am überzeugendsten umsetzte. Dass die Wahl schwerfiel, zeigte auch die Resonanz des Publikums: Alle fünf Skulpturen sorgten für großes Interesse und bewunderndes Staunen.
Kunst bleibt in Bad Salzungen
Mit dem Ende des Symposiums verschwinden die Werke nicht. Sie sollen künftig dauerhaft im öffentlichen Raum zu sehen sein.
Für drei Skulpturen stehen die Standorte bereits fest: Zwei Arbeiten – darunter die Siegerarbeit von Hardy Raub – sollen auf dem zukünftigen Areal für Baumbestattungen am Stadtfriedhof „Auf den Eichäckern“ ihren Platz finden. Eine weitere Skulptur wird künftig den Kulturgarten an der Stadt- und Kreisbibliothek bereichern.
Zum Abschluss dankte Schirmherr Bürgermeister Klaus Bohl allen Beteiligten, die das Symposium möglich machen. Besonders würdigte er Ideengeber Matthias Rug, der die Veranstaltung bereits zum elften Mal gemeinsam mit der Stadtverwaltung organisiert und die Künstler während der Woche betreut hat. Dank ging außerdem an Jazzgitarrist Karl Aschenbach für die musikalische Begleitung sowie an Sponsor Martin Merbitz von den Asklepios-Kliniken für die Unterstützung bei Logistik, Gastronomie und Übernachtung.
Auch die elfte Auflage hat damit gezeigt, wie gut zeitgenössische Kunst, Stadtleben und öffentlicher Raum zusammenpassen. Von „Aufbruch ins Licht“ bleiben nicht nur Erinnerungen an eine besondere Kunstwoche, sondern auch Skulpturen, die Bad Salzungen künftig dauerhaft bereichern.
Gewinner-Skulptur von Hardy Raub
Teilnehmer des 11. Bildhauer-Symposiums
Publikumspreis für Thomas Lüscher